Viele angehende Sicherheitskräfte ignorieren die eine Zahl, die über ihren Prüfungserfolg entscheidet. Fangen wir mit den Fakten an:
In der Sachkundeprüfung §34a GewO fallen bis zu 50 % der Prüflinge durch. Dies erwähnt Jörg Zitzmann – Rechtsanwalt, Meister für Schutz und Sicherheit und Mitglied in den Prüfungsausschüssen der IHK Nürnberg im Podcast für Schutz und Sicherheit, Folge 424, 01:32. Anders gesagt: Jeder Zweite geht im ersten Anlauf leer aus.
Ein Blick auf die offizielle Datenlage zeigt ganz klar: Eine bundesweite Durchfallquote für die Sachkundeprüfung werden Sie vergeblich suchen. Die Prüfungen werden dezentral von den IHKs organisiert, und die DIHK-Statistik (2025: 55.553 abgelegte Fortbildungsprüfungen, 38.323 erfolgreiche Abschlüsse) deckt die höhere Berufsbildung ab – nicht die Sachkundeprüfung §34a Gewerbeordnung. Deshalb kursieren in Foren und bei Anbietern sehr unterschiedliche Zahlen.
Die Durchfallquote variiert regional und von Prüfungstermin zu Prüfungstermin. Wer konkrete Zahlen von der zuständigen IHK möchte, sollte dort direkt nachfragen – seriöse Auskunft ist Pflicht. Es folgt eine Karte der Bundesrepublik Deutschland mit den IHK-Hauptsitzen.
Quelle: Liste der Industrie- und Handelskammern in Deutschland, Autor: Peter J. Schmitt
Schauen wir uns das am besten mal im Detail an. Aus unserer täglichen Arbeit mit Prüfungskandidaten kennen wir vier Fehlerquellen, die immer wieder auftauchen:
1. Unterschätzter Lernaufwand
Machen wir uns nichts vor: Viele Teilnehmer kommen aus dem Job direkt in die Prüfung und denken, „ein bisschen Lesen reicht“. Das tut es nicht. Der Stoff der Sachkundeprüfung umfasst mehrere Rechtsgebiete und Sicherheitsbereiche – von Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung über Bürgerliches Recht und Strafrecht bis zu Umgang mit Menschen, Unfallverhütung und Aufgabenfeldern des Sicherheitsgewerbes. In meiner Praxis hat sich gezeigt: Wer ohne Lernplan startet, verliert sich im Detail und steht am Prüfungstag mit Halbwissen da.
2. Juristische Fachbegriffe
Vielleicht kennen Sie das: Sie lesen einen Paragraphen und verstehen jedes Wort – aber nicht den Satz. Genau daran scheitern viele. Begriffe wie Jedermannsrecht, Festnahmerecht, Notwehr, Selbsthilfe oder Verhältnismäßigkeit müssen nicht nur auswendig gelernt, sondern in eigenen Worten erklärt und angewendet werden können. Die Prüfer fragen nicht Vokabeln ab – sie fragen Situationen ab.
3. Die mündliche Prüfung als Nadelöhr
Alles spricht dafür, dass die mündliche Prüfung der größte Stolperstein ist. Wer schriftlich bestanden hat, muss sich im Fachgespräch beweisen – vor einem Prüfungsausschuss, unter Zeitdruck, mit Nachfragen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt: Gerade Teilnehmer, die nur still für sich gelernt haben, geraten hier ins Schwimmen. Freies Sprechen über Rechtsgrundlagen kann man nicht aus dem Buch lernen – nur durch Üben mit Feedback.
4. Falsche Lernmaterialien
Warum eigentlich machen wir es uns so schwer, wenn es geprüfte Wege gibt? Veraltete Skripte, kostenlose Apps mit falschen Fragenkatalogen, YouTube-Videos ohne roten Faden – all das kostet Zeit und bringt wenig. Gute Materialien orientieren sich am IHK-Prüfungskatalog und werden regelmäßig aktualisiert. Genau diesen Fehler machen viele: Material sammeln statt Material durcharbeiten.
Was bedeutet das für Sie? Ehrlich gesagt: Verlassen Sie sich nicht darauf, dass „es schon irgendwie klappt“. Bei einer Quote von bis zu 50 % ist gezielte Prüfungsvorbereitung kein Luxus, sondern die halbe Miete. Wir helfen Ihnen dabei sich gezielt vorzubereiten.
Gehen wir einen Schritt zurück und fragen uns: Was erwartet Sie eigentlich genau? Die Sachkundeprüfung besteht aus zwei Teilen – und beide haben ganz eigene Tücken:

| Kriterium | Schriftliche Prüfung |
|---|---|
| Format | Klausur mit gebundenen Fragen (Multiple Choice) |
| Worum geht es? | Breites Wissen über alle Themenfelder des Prüfungskatalogs |
| Typische Fehler | Ungelesene Antwortoptionen, Zeitdruck, Halbwissen |
| Beste Vorbereitung | Alte Prüfungsfragen, Prüfungssimulation unter Zeitdruck |

| Kriterium | Mündliche Prüfung |
|---|---|
| Format | Fachgespräch vor dem Prüfungsausschuss |
| Worum geht es? | Tiefes Verständnis, Anwendung auf konkrete Situationen |
| Typische Fehler | Nervosität, Auswendiglernen ohne Verständnis, Schweigen statt Erklären |
| Beste Vorbereitung | Lautes Üben, Rollenspiele, Mock-Prüfungen mit Feedback |
Wichtig zu wissen: Beide Teile müssen bestanden werden. Die genauen Abläufe (Dauer, Reihenfolge, Bewertung) regelt jede IHK. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Kammer nach.

Die gute Nachricht zuerst: Durchfallen ist kein Beinbruch. Sie können die Sachkundeprüfung wiederholen. Die schlechte Nachricht: Es kostet Sie Geld und Zeit.
Wiederholung: In der Regel müssen Sie nicht alles neu machen – nicht bestandene Teile können wiederholt werden. Wie oft und in welchen Abständen, regelt die Prüfungsordnung Ihrer IHK in der Nähe.
Kosten: Für jede Wiederholung fällt eine erneute Prüfungsgebühr an. Die Höhe legt die jeweilige IHK fest – erkundigen Sie sich dort nach dem aktuellen Gebührentarif.
Verdienstausfall: Ohne bestandene Prüfung dürfen Sie bestimmte Tätigkeiten im Bewachungsgewerbe nicht ausüben – jeder Fehlversuch verzögert Ihren erfolgreichen Jobstart.
Deshalb lautet mein Rat an Sie: Betrachten Sie die Prüfungsgebühr als Investition in Ihre Zukunft. Ein einziger Fehlversuch kostet meist mehr als eine ordentliche Vorbereitung. Wenn Sie tiefer in die Themen einsteigen möchten, lesen Sie unseren kompletten Leitfaden zur Sachkundeprüfung §34a GewO – dort erklären wir Ablauf, Inhalte und Anmeldung Schritt für Schritt.
Wenn wir ehrlich sind, bestehen diejenigen, die am besten vorbereitet sind. Hier ist der Fahrplan, der sich bei uns bewährt hat:
Was wirklich zählt, ist individuelle Betreuung, IHK-katalogkonforme Materialien und Praxisnähe. Genau so arbeiten wir im Bildungszentrum Bergmann: Unsere Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung §34a ist mit dem Bildungsgutschein förderbar.
Warum Sie mit uns besser vorbereitet sind:
Unsere Trainer kommen aus der Praxis und aus Prüfungsausschüssen, Sie lernen in einem modernen Trainingsumfeld mit fester Ansprechperson. So gehen Sie mit deutlich besseren Aussichten in die Prüfung.
Eine Durchfallquote der §34a-Sachkundeprüfung klingt ist die Summe aus unterschätztem Aufwand, falschen Materialien und fehlendem mündlichen Prüfungstraining. Wer genau bei diesen drei Hebeln ansetzt, gehört ziemlich sicher zu den Gewinnern.
Die hohe Durchfallquote bei der §34a-Sachkundeprüfung ist die Summe aus unterschätztem Aufwand, unverstandenen Fachbegriffen, falschen Materialien und fehlendem mündlichen Prüfungstraining. Wer genau bei diesen vier Hebeln ansetzt, gehört ziemlich sicher zu den Gewinnern.
Ihr nächster Schritt: Informieren Sie sich über unsere Vorbereitungskurse in Mönchengladbach – mit Bildungsgutschein zu 100 % gefördert. Rufen Sie uns an unter 02161 2775970 oder schreiben Sie uns. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Sie bereit sind – und machen Sie bereit, wenn Sie es noch nicht sind.
Noch mehr geballtes Wissen finden Sie in unserem Ratgeber-Blog.
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